Ein Fotoshooting klingt aufregend, aber vielleicht fragst du dich, wie das Ganze abläuft. Oft sind Unbehagen oder Hemmungen ein Thema. Aber kein Grund zur Sorge, alles easy – ein Shooting ist eine entspannte und vor allem persönliche Erfahrung! Es tut dir nicht weh, wie etwa beim Zahnarzt. Bilder können im digitalen Zeitalter gelöscht werden, wenn die Augen geschlossen sind. Muskelkater gibt es (in der Regel) auch nicht. Und der Fotograf wird eigentlich als ganz umgänglich beschrieben, beisst höchstens in den Apfel oder in ein Gipfeli. Hier erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie ein Fotoshooting für private Kunden abläuft und worauf du dich freuen kannst.

1. Vorbereitung auf das Shooting

Eine allzu grosse „Vorbereitung“ braucht es nicht. Das tönt dramatischer als es ist.

Gemeinsame Planung

Bevor es losgeht, klären wir gemeinsam deine Wünsche:

  • Welche Art von Bildern möchtest du?
  • Welche Stimmung oder Atmosphäre soll transportiert werden?
  • Gibt es besondere Ideen oder Accessoires, die du einbringen möchtest?

Wir können dies jederzeit gerne vor dem Termin per Telefon besprechen, oder dann am Tag X. Je nach dem, was du machen möchtest – ob ein spezielles Motto oder „einfach ein paar Föteli“, ist die Vorbereitung auf das Fotoshooting entsprechend zu planen. Generell möchte ich an dieser Stelle erwähnen, weil ihr gelegentlich ein Missverständnis vorherrscht: Du musst nicht machen, was ich sage, sondern ich versuche, deine Wünsche zu erfüllen.

Etwa so wie im Tattoo-Studio. Da bestimmst auch du, was gemacht wird und musst nicht einfach nehmen, worauf der Tattoo-Artist gerade Lust hat. Ich springe nur ein und gebe Tipps, wenn man nicht so recht weiss, wie wo was und so.

Outfit-Tipps

Ein Outfit, in dem du dich wohlfühlst, ist das A und O. Dezente Farben und harmonische Töne wirken oft am besten. Falls du unsicher bist, helfe ich dir gerne mit ein paar Tipps. Ich kenne zwar deinen Kleiderschrank nicht. Aber allgemein sind kleine feine Muster, pechschwarz oder schneeweiss nicht so die Favoriten. Wenn ihr zu zweit oder mehr kommt, stimmt euch aufeinander ab. Bei Familienfotos sieht man oft die Blue Jeans und weisses T-Shirt, barfuss. Das kann harmonisch und vertrauensvoll wirken, absolut; ist aber auch etwas abgedroschen und bei grossen Gruppen vielleicht sogar „sekten-mässig“, wenn du weisst was ich meine…

Die richtige Location

Möchtest du Bilder im Freien, wie in einem Park oder am See? Oder lieber in einer gemütlichen Indoor-Location? Gemeinsam finden wir den perfekten Ort, der zu deinem Stil passt. Draussen ist es tendenziell lebhafter, naturverbunden oder „urban“, dafür eher spontaner und nicht immer perfekt. Im Studio kann man eher auf Details eingehen, die Lichtsituation besser kontrollieren und ist natürlich nicht wetterabhängig.

Eine bitte habe ich noch:

Ein ausgiebiges Sünnelen, Ski fahren, Sauna oder alles, das bei empfindlicher Haut zu Rötungen führen kann, mag ich dir zwar gönnen, ist aber für Fotos nicht so vorteilhaft. Darum bitte nicht am Shooting-Tag, danke.

3. Der Tag des Shootings

Ankommen und Lockerwerden

Wir starten ganz entspannt. Es gibt Zeit, um anzukommen und dich mit der Kamera vertraut zu machen. Bei einem kurzen Gespräch klären wir letzte Details, und ich gebe dir Tipps, wie du dich vor der Kamera am besten bewegst.

Die ersten Aufnahmen

Zu Beginn machen wir einfache Bilder, um dich an die Kamera zu gewöhnen. Keine Sorge, du musst nicht „posieren“ – ich leite dich mit einfachen, natürlichen Anweisungen an. Wir schauen in die ersten paar Bilder gemeinsam an und auch du wirst bestimmt zum Schluss kommen: „Ah ja, cool, ist ja gar nicht so schlimm wie ich dachte.“

Der kreative Teil

Wenn du dich wohlfühlst, probieren wir verschiedene Perspektiven und Posen aus. Dieser Teil macht besonders viel Spaß, denn hier entstehen oft die authentischsten und lebendigsten Bilder.

4. Nach dem Shooting: Was passiert mit den Bildern?

Bildauswahl

Wenn immer möglich schauen wir bereits während oder nach dem Shooting ein paar Bilder auf dem Compi an. Auf jeden Fall aber zeige ich dir ein paar Beispiele auf dem Kamera-Display. So bekommst du einen ersten Eindruck der Bilder und wir können noch während dem Shooting Anpassungen vornehmen. Ich wähle ein Best-of bzw. alle gut gewordenen Bilder aus. Das sind in der Regel eine ganze Menge.

Bildbearbeitung

Ich optimiere die ausgewählten Bilder, um sie perfekt in Szene zu setzen. Dabei bleibt der natürliche Look erhalten – ich verwende tendenziell eher wenig Filter, sondern achte bereits bei der Aufnahme auf eine gute Lichtsetzung. Bei der Optimierung geht es primär um Kriterien wie Zuschnitt, Farbigkeit, Kontraste u.ä. Retuschen werden nur im Ausnahmefall gemacht und ist eine zusätzliche Dienstleistung.

Lieferung

Die fertigen Bilder erhältst du als digitale Dateien zum Download.

Bereit für deine neuen Bilder?

Ich freue mich, mit dir dein persönliches Shooting zu planen! Schreib mir eine Nachricht, und wir besprechen die Details.

Überhaupt nicht! Im Gegenteil. Es ist eher der Normalfall. Die wenigsten kommen regelmässig zum Fotoshooting und sind sich das gewohnt. Es ist mein Job, dafür zu sorgen, dass du dich wohlfühlst. Ich leite dich an, sodass die Bilder ganz natürlich wirken.

Genug! Garantiert! In Zeiten der digitalen Fotografie werden eher zu viele als zu wenige Fotos gemacht. Das kennst du ja bestimmt auch vom Handy… Dich sollte aber weniger die Quantität, als die Qualität interessieren. Ich pflege die Philosophie: lieber 10 mega coole Fotos, als 100 mittelmässige. Wobei du natürlich deutlich mehr als 10 bekommst. Es kommt immer darauf an, ob wir gezielt auf ein bestimmtes Thema hinarbeiten (=Qualität), oder viele verschiedene Sachen ausprobieren, ohne allzu stark in die Details zu gehen (=Quantität).

Kein Problem – wir haben immer einen Plan B. Entweder verschieben wir das Shooting oder weichen auf eine Indoor-Location aus. Ganz abgesehen davon, dass man auch bei schlechtem Wetter coole Fotos machen kann.

Natürlich! Ob Familie, Freunde oder Partner – Begleitung ist herzlich willkommen. Allerdings habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass es eher ablenkt oder zusätzlich verunsichert, wenn noch jemand da ist. Aber up to you.

Mmmhhhhh…. nein 😉 Die Zeiten sind definitiv vorbei. Ich habe nicht mal ein CD-Laufwerk mehr. Du schon? Heutzutage findet der Datenaustausch via Download-Link statt. Auf Wunsch kann es mal ein USB-Stick sein, oder eine Online-Galerie, aber keine CD. Generell bekommst du die Fotos sowieso nicht direkt im Anschluss, weil ich mich ja nach dem Shooting noch an den Compi setze und die Bilder für dich optimiere.